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Gesunde Vollkornpizza und die beste Pizzasoße der Welt

Wir alle lieben Pizza, nicht wahr? Und auch wenn wir uns immer wieder mal eine Pizza von unserem Lieblingsitaliener gönnen sollten, wäre es doch toll, sie zuhause auch mal gesund und ausgewogen zubereiten zu können. Deshalb möchte ich dir heute zeigen, wie du selber zuhause eine gesunde Vollkornpizza backen kannst. Aber nicht nur das! In diesem Post verrate ich dir auch noch unser Familienrezept für die beste Pizzasoße der Welt. Also lass uns direkt loslegen! 🙂

gesunde Vollkornpizza

Warum ist Vollkorn eigentlich gesünder?

Ein Grund warum diese Pizza so viel gesünder ist, ist der Vollkornteig. Denn Vollkornprodukte haben zahlreiche Vorteile. Im Gegensatz zum Weißmehl besteht Vollkornmehl noch aus dem ganz Getreidekorn. Getreidesamen haben nämlich eine innere und äußere Schicht. Die Äußere ist besonders reich an wertvollen Inhaltsstoffen, wie zum Beispiel Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffe. Und während das Weißmehl nur noch aus dem nährstoffarmen inneren Kern besteht, enthält Vollkornmehl das ganz Korn.

Im Vergleich zum Weißmehl enthält das Vollkornmehl also mehr Ballaststoffe, Mineralien und Vitamine. Außerdem besteht es aus langkettigen Kohlenhydraten. Um diese aufzuspalten und zu verarbeiten benötigt der Körper mehr Zeit und Energie. Damit steigt auch unser Blutzuckerspiegel nicht so schnell an und wir bleiben länger satt.

Also zusammengefasst enthalten Vollkornprodukte nicht nur mehr wertvolle Inhaltsstoffe, sondern sie sättigen auch wesentlich länger. Es handelt sich also nicht um die sogenannten leeren Kalorien, wie es beim Weißmehl der Fall ist. Und das gilt auch für unsere gesunde Vollkornpizza. Sie enthält dank des hohen Vollkornanteils nicht nur mehr Nährstoffe, sondern sättigt auch viel besser! Das ist schon mal ein Grund dafür, weshalb diese Pizza so viel gesünder ist. Ein weiterer ist natürlich der Belag. Aber dazu komme ich gleich. Erst möchte ich dir gerne noch verraten, wie der Vollkorn Pizzateig gemacht wird.

gesunde Vollkornpizza
super einfach, sättigend und unwiderstehlich lecker – gesunde Vollkornpizza mit der weltweit besten Pizzasoße

Der Dinkelvollkorn-Pizzateig

Um den perfekten Vollkorn Pizzateig zu kreieren, habe ich in den letzten Wochen wirklich alles ausprobiert. Auch mein Freund hat sich aufopferungsvoll ( 😉 ) dazu bereit erklärt, Woche für Woche wieder eine neue Pizza zu probieren. Aber das Testen und Ausprobieren hat sich definitiv gelohnt. Denn jetzt kann ich dir mein Ergebnis präsentieren und dir genau sagen, welche Schritte es wirklich braucht und wo du von meinem Rezept auch abweichen kannst.

Zuerst einmal habe ich mir angeschaut, wie die Italiener ihren Pizzateig machen. Und da gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten. Denn im italienischen Pizzateig wird immer ein Mehl vom Typ 00 verwendet, es wird zuerst eine Autolyse gemacht und sehr wenig Hefe verwendet. Ganz offensichtlich habe ich einige dieser Grundsätze auf den Kopf gestellt. Denn schließlich wollte ich ja einen Vollkornteig mit Dinkelmehl machen. Und Vollkorndinkelmehl hat ganz andere Eigenschaften als das italienische 00 Mehl. Deshalb musste ich auch ein paar weitere Dinge ändern. Aber dazu gleich mehr.

Schritt 1: Die Autolyse

Der erste Schritt für unsere gesunde Vollkornpizza ist die Autolyse. Und hinter diesem komplizierten Begriff verbirgt sich ein ganz simpler Schritt. Und zwar wird das Mehl in eine Schüssel gegeben, mit etwas Wasser angerührt und dann für 20 Minuten einfach stehen gelassen. Das bewirkt jedoch, dass sich das Klebegerüst vom Teig entwickelt. Und gerade bei Dinkelmehl ist das von großem Vorteil. Dinkelteige brauchen nämlich in der Regel sehr lange Kneteinheiten, bis sie ein gutes Klebegerüst aufgebaut haben. Durch die Autolyse können wir das jedoch schon bisschen verkürzen.

Schritt 2: Teig kneten

Nach diesen zwanzig Minuten wird dann der Teig fertiggestellt. Dafür die Hefe mit etwas Honig in lauwarmen Wasser auflösen und zum Teig dazugeben. Dann den Teig schon einmal kräftig durchkneten, damit sich alles gut verbindet. Anschließend kommt dann noch das Salz und Olivenöl hinzu. Und nun muss der Teig noch fleißig für etwa 10 Minuten geknetet werden. Falls du eine Küchenmaschine hast, kannst du die hier perfekt einsetzen. Ansonsten kannst du die Knetzeit gleich deinem Workout anrechnen. Und ja, ich weiß, wie lange und anstrengend 10 Minuten Teigkneten sein können. Aber je länger der Teig geknetet wird, desto besser geht er auf und desto besser wird der Pizzaboden später.

Eine Sache, bei der ich auch viel ausgetestet habe, war die Menge von Hefe. Im original italienischen Pizzateig wird oft nicht mehr als drei Gramm Hefe verwendet. Allerdings hat das Pizzamehl auch eine strapazierbarere Textur. Deshalb habe ich für meinen Teig festgestellt, dass 10 Gramm frische Hefe perfekt sind. Alternativ kannst du aber auch nur die Hälfte nehmen. Damit funktioniert es auch. Jedoch wird der Teig meiner Meinung nach mit 10 Gramm am besten.

Schritt 3: Die Gehzeit

Je länger dein Teig geht, desto besser wird er einfach. Das ist für Pizza wirklich ein heiliges Gesetz. Aus diesem Grund lasse ich meinen Vollkorn-Pizzateig auch für ganze 24 Stunden gehen. Dabei unterteile ich die Gehzeit jedoch in zwei Parts. Im ersten Teil geht der Teig nach dem Kneten abgedeckt für zwei Stunden an einem warmen Ort. Danach portioniere ich ihn direkt in drei 180 Gramm schwere Teile. Diese werden direkt zu Kugeln geformt und in drei runde Schüsseln gelegt. Und diese drei Teigportionen gehen dann für weitere 22 bis 24 Stunden abgedeckt im Kühlschrank.

Das bedeutet also, dass wir den Teig für die Pizza schon am Vortag machen. Übernacht geht er dann bereits portioniert im Kühlschrank. Und am nächsten Abend muss nur noch die Pizza geformt, belegt und gebacken werden. Einfacher geht es also kaum!

Schritt 4: Den Teig formen

Bevor du den Teig am nächsten Tag zur Pizza formst, muss er sich erst noch etwas akklimatisieren. Dafür holst du ihn einfach ca. eine Stunde früher aus dem Kühlschrank und lässt ihn bei Zimmertemperatur weiterhin zugedeckt stehen. Und bevor du ihn dann vorsichtig zu einer Pizza formst, heizt du schon mal den Backofen vor. Falls du eine Pizzastufe hast, dann nutze diese gerne. Ansonsten kannst du wie ich einfach 250° Ober-/Unterhitze wählen. Und wie genau du den Pizzateig formst, zeige ich dir in dem Video hier.

So formst du den Teig zu einer runden Pizza.

Wichtig ist es, ganz vorsichtig und behutsam vorzugehen und immer nur den Rand ganz leicht etwas mehr nach außen zu schieben. Achte außerdem darauf, dass du den Teig immer etwas mit drehst, denn so kann er nicht auf der Arbeitsfläche ankleben. Wenn er dann die richtige Größe hat und schön dünn ist, kannst du ihn vorsichtig auf ein Pizzablech * hieven. Dafür vorsichtig mit den Händen unter den Teig fahren und auf das Blech legen.

kalorienarme Vollkornpizza – der richtige Belag macht’s aus

Diese Vollkornpizza ist nicht nur gesünder, sondern auch deutlich kalorienärmer als das, was man von Pizza normalerweise gewöhnt ist. Das hat mehrere Gründe. Einerseits sind die Teigportionen etwas kleiner als sonst. Denn ich mag es, wenn mein Pizzaboden unter dem Belag schön kross und dünn ist. Und dank dem hohen Vollkornanteil im Teig, sättigt mich auch eine kleiner Portion viel besser, also es eine normale Pizza in der Regel schafft.

Andererseits ist diese gesunde Vollkornpizza auch kalorienärmer, weil ich beim Belag etwas darauf achte. Normalerweise kommt auf meine Pizza viel geriebener Käse und Mozzarella. Bei dieser gesunden Variante habe ich aber einfach den Proteinkäse von Eatlean und light Mozzarella genommen. Und das funktioniert mit jedem light Käse. Der hat in der Regel nur zwei Drittel oder gar nur die Hälfte der Kalorien und ist damit eine tolle Alternative für den Alltag. Und im Ergebnis lässt sich dadurch ziemlich viel Kalorien sparen.

die beste Pizzasoße der Welt
knusprige Vollkornpizza mit der besten Pizzasoße der Welt

Die beste Pizzasoße der Welt – unser Familienrezept

Nachdem ich dir nun alles über den Teig und meine Tipps, um ein paar Kalorien bei der Pizza zu sparen, verraten habe, geht es nun noch um etwas ganz wichtiges – die Pizzasoße! Meiner Meinung nach steht und fällt eine richtig gute Pizza nämlich mit ihrer Pizzasoße. Und egal wo ich bisher eine Pizza gegessen habe, nirgends schmeckt die so gut wie bei meinem Papa!

Warum das so ist, muss ich vielleicht noch kurz erklären. Mein Großvater hatte früher (leider vor meiner Zeit) eine eigene Pizzeria. Die war im ganzen Umkreis für ihre gute Pizza bekannt. Und mein Papa hat das Rezept von ihm übernommen und macht, seit ich denken kann, die leckersten Pizzen der Welt. Und meiner Meinung nach hat er dafür zwei Geheimnisse. Das erste ist, dass er die Pizzen im Kamin backt, also direkt über dem Holzfeuer. Und sein zweites Geheimnis ist seine unvergleichlich leckere Pizzasoße.

Wahrscheinlich können die allermeisten den ersten Geheimtipp nicht selber umsetzen. Aber eine richtig gute Pizzasoße bekommt jeder hin. Deshalb habe ich ihn gefragt, ob ich unser Familienrezept für die beste Pizzasoße der Welt auf meinem Blog teilen darf. Und hier kommt es – das Rezept für die Schmittische Pizzsasoße!

Für unsere Soße brauchst du eine Dose gestückelte Tomaten, ein bis zwei Knoblauchzehen, eineinhalb Esslöffel Oregano, Salz und etwas Schärfe, wie getrocknete Chili. Gebe die Tomaten in ein hohes Gefäß, schäle den Knoblauch und schneide ihn in dünne Scheiben. Gebe ihn zusammen mit der Hälfe vom Oregano und einem halben Teelöffel Salz zu den Tomaten und passiere alles mit einem Pürierstab * . Alternativ kannst du natürlich auch alles in einem Mixer zu einer feinen Tomatensoße verarbeiten. Anschließend gibst du das restliche Oregano und etwas Schärfe hinzu und lässt die Soße dann für ein bis zwei Stunden gut durchziehen.

Gesunde Vollkornpizza mit der besten Pizzasoße der Welt

gesunde Vollkornpizza und die beste Pizzasoße der Welt

Jetzt weißt du also alles über meine leckere gesunde Vollkornpizza. Du weißt, wie du den gesunden Vollkornteig herstellst, welche Schritte dabei wichtig sind und wie viel Hefe du mindestens brauchst, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Du weißt, wie du deine Pizza am besten formst und wie man die beste Pizzasoße der Welt macht. Also worauf wartest du noch? Probiere das Rezept selber aus und schreibe Pizza wieder auf deinen wöchentlichen Speiseplan. Und auch wenn wir uns hin und wieder natürlich noch eine ganz normale leckere Pizza vom Italiener gönnen werden, ist dieses gesunde Rezept eine tolle Alternative, um im Alltag wieder öfters eine Pizza zu essen. Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Spaß beim Ausprobieren und einen guten Appetit! 🙂

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gesunde Vollkornpizza

gesunde Vollkornpizza und die beste Pizzasoße der Welt

Dieser gesunde Vollkorn Pizzateig wird schon am Vortag zubereitet und geht dann für 24 Stunden im Kühlschrank. Anschließend wird er zur Pizza geformt und mit der besten Pizzasoße, dem Lieblingsbelag nach Wahl belegt und im Ofen zur knusprig, leckeren Pizza gebacken.
5 from 1 vote
Vorbereitungszeit 20 Min.
Zubereitungszeit 35 Min.
Gehzeit 1 d
Arbeitszeit 1 d 55 Min.
Gericht Hauptspeise
Land & Region Italienisch
Portionen 3 Portionen
Kalorien 432 kcal

Equipment

  • zwei runde Pizzableche (alternativ normales Ofenblech)
  • Ofen

Zutaten
  

Für den Vollkorn-Pizzateig

  • 250 g Dinkelvollkornmehl
  • 80 g Dinkelmehl Alternativ Pizzamehl Typ 00
  • 200 ml lauwarmes Wasser
  • 10 g frische Hefe
  • ½ TL Honig
  • ½ TL Salz
  • 10 ml Olivenöl (entspricht 2 TL)

Für die beste Pizzasoße der Welt nach unserem Familienrezept

  • 1 Dose gehackte Tomaten (von guter Qualität)
  • 1 bis 2 Knoblauchzehen
  • 1 ½ EL getrockneter Oregano
  • ½ TL Salz
  • getrocknete Chiliflocken nach Belieben

Anleitungen
 

Zubereitung des Pizzateigs am Vortag

  • Für den Teig zuerst das Vollkornmehl und Dinkelmehl in eine große Schüssel geben und ca. die Hälfte des Wassers hinzugeben. Kurz mit einem Holzlöffel verrühren und dann abgedeckt für 20 Minuten ruhen lassen.
  • Nach ca. 10 Minuten die Hefe mit dem Honig in dem restlichen Wasser auflösen und beiseite stellen. Nach den 20 Minuten das Hefewasser zum Teig geben und diesen kurz verkneten. Sobald der Teig gut verbunden ist, das Salz und Olivenöl hinzugeben und dann den Teig für mindestens 10 Minuten kneten (Falls vorhanden gerne mit Hilfe einer Küchenmaschine) und danach zu einer Kugel formen.
  • Anschließend die Schüssel und die Teigkugel mit etwas Öl einpinseln und abgedeckt für 2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen.
  • Nach der Gehzeit den Teig in drei gleichgroße Portionen á 180g einteilen, noch einmal kurz kneten und zu drei Kugeln formen. Drei Schüsseln sowie die drei Teigkugeln mit etwas Olivenöl bepinseln und jede Teigkugel in eine der drei Schüsseln setzen. Abgedeckt im Kühlschrank für 22 bis 24 Stunden gehen lassen.

Die Pizzasoße (1 bis 2 Stunden vor dem Backen)

  • Für die Pizzasoße die Tomaten in ein hohes Gefäß geben. Den Knoblauch schälen, in feine Scheiben schneiden und zusammen mit dem Salz und der Hälfte vom Oregano zu den Tomaten geben. Alles mit einem Pürierstab zu einer feinen Tomatensoße pürieren und anschließend noch das restliche Oregano und Schärfe nach Bedarf unterrühren. Dann die Tomatensoße für 1-2 Stunden gut durchziehen lassen.

Pizza formen, belegen und backen

  • Den Teig circa 60 Minuten vor dem Backen aus dem Kühlschrank holen, damit er sich akklimatisieren kann.
  • Den Backofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine der Teigportionen wie im Video gezeigt auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche vorsichtig mit den flachen Händen in drehenden Bewegungen zu einer runden Pizza formen.
  • Das Pizzablech mit etwas Öl besprühen oder einpinseln, vorsichtig mit beiden Händen unter den Pizzateig fahren und ihn auf das Pizzablech legen. Nun drei bis vier Esslöffel von der Pizzasoße gleichmäßig auf dem Teig verstreichen, mit fettarmen Käse und dem Belag nach Wahl belegen.
  • Die Pizza für 11 bis 12 Minuten im Ofen backen, währenddessen die weiteren beiden Portionen formen und belegen. Die fertige Pizza nach dem Backen mit einem Pfannenwender auf den Teller heben und falls gewünscht noch mit frischen Zutaten wie Basilikum, Rucola, Parmaschinken oder Parmesan garnieren.
Keyword Familienrezepte, Pizza, Tomatensoße, Vollkorn

Die Nährwerte beziehen sich auf eine Pizza (1/3 des Teiges) mit der Pizzasoße. Nicht enthalten sind dabei der restliche Belag. Mit Käse, Tomaten und Sardellen, womit ich meine Pizza am liebsten belege, beläuft sich die gesamt Kalorienzahl bei mir auf 556 Kalorien.

4 Comments

  1. 5 stars
    Das ist definitiv die beste Pizza ??

  2. Ohh Dankeschön! Da bin ich ganz deiner Meinung. 🙂

  3. Ich hab keine Zeit zum gehen lassen für 22h, klappt es trotzdem?

  4. Hallo liebe Doreen,

    ich habe es noch nicht mit weniger Gehzeit probiert, deshalb kann ich dir es leider nicht sagen. Alternativ könnte ich dir aber den Teig von meiner schnellen Pfannenpizza empfehlen. Der muss nämlich überhaupt nicht gehen.

    Ganz liebe Grüße
    Jules

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