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Unser erstes Coffee Date

Hey, Hey! Falls du dich wunderst, was für ein Rezept sich wohl hinter diesem Post verbirgt, muss ich dich leider gleich enttäuschen. Denn heute habe ich ausnahmsweise mal kein neues Rezept für dich. Stattdessen will ich dir ein kleines Update über mein Leben und meine Zukunftspläne für JBR geben.

Wobei Update vermutlich das falsche Wort ist. Denn, wenn ich ehrlich bin, habe ich weder hier, noch auf irgendeiner sozialen Plattform je etwas persönlich über mich erzählt. Ich bin kein Mensch, der gerne über sich redet, und stattdessen jemand, der es hasst im Spotlight zu stehen. Doch was hat mich umgestimmt? Das ist eine gute Frage. Die Antwort darauf ist, wenn ich du wäre, würde es mich interessieren, wer hinter diesem Blog steckt. Selbstverständlich verfolge ich selbst viele Food Blogs und mir ist aufgefallen, dass ich es liebe, wenn ich mehr über die Menschen hinter dem Blog erfahre.

Genau deshalb habe ich mir also vorgenommen, über meinen Schatten zu springen und einen Coffee Date Post zu schreiben. Zugegeben den Titel habe ich mir von dem wundervollen Blog Pinch of Yum abgeschaut. Aber die Vorstellung, dass ich mich gerade mit dir auf einen Kaffee treffe, hilft mir definitiv dabei, mich locker zu machen und einen Post über mich selbst zu verfassen.

Okay, wer bin ich überhaupt?

Momentan bin ich in einer sehr spannenden Phase meines Lebens. Mein Masterstudium neigt sich nämlich dem Ende, besser gesagt ist es schon in den aller letzten Zügen. Das heißt, dass sich mein Leben bald grundlegend ändern wird. Denn ich werde nicht mehr lange eine Studentin sein, die neben ihrem Studium zwei Jobs und ihren Foodblog hat. Und mit dieser Realität beschäftige ich mich schon eine ganz Weile. Typischerweise wäre im Februar oder März nächsten Jahres mein „Berufseinstieg“ gekommen. Aber je länger und intensiver ich mich mit der Vorstellung beschäftigt habe, bald in Vollzeit in das Personalwesen einzusteigen, desto weniger konnte ich mir ein solches Leben für mich persönlich vorstellen.

So viele Jahre, eigentlich meine gesamte Studienzeit, dacht ich, dass das der richtige Weg für mich ist und die Personalentwicklung mein Traumjob wäre. Aber je länger ich diesen Blog hier hatte, desto mehr habe ich mich in all die unterschiedlichen Facetten davon verliebt. Ganz vorneweg die Fotografie. Erst als ich JBR gegründet habe, hatte ich mir meine erste Kamera gekauft. Und ein gutes Jahr später hatte ich mich so in die Kunst des Fotografierens verliebt, dass ich unbedingt immer mehr darüber lernen wollte. Also habe ich mich im Sommer dieses Jahres kurzerhand dazu entschlossen ein Fernstudium in Fotografie zu beginnen. Und auch wenn ich mich momentan manchmal frage, was genau ich mir dabei gedacht habe, neben meinem Pädagogikstudium, zwei Jobs und dem Blog auch noch ein zweites Studium anzufangen, war das eine meiner besten Entscheidungen überhaupt.

Aber es ist nicht nur das Fotografieren, das ich so am Bloggen liebe. Ich bin ein Mensch, dem schnell (okay sehr schnell) langweilig wird und ich liebe es, mir selbst neue Dinge beizubringen. Und ganz ehrlich, wenn man einen Blog ohne jegliches technisches Hintergrundwissen, Wissen über Fotografie oder die Welt des Bloggens gründet, dann macht man in seiner Freizeit nicht anderes mehr als zu lernen, zu googlen und manchmal zu verzweifeln. Aber die Momente, irgendeines der tausend Probleme endlich gelöst zu haben, treibt mich an einfach weiterzumachen und nicht aufzugeben.

Während ich also zunehmend stärker gespürt habe, wie sehr ich all das liebe, was mit dem Blog an Aufgaben kommt, merkte ich auch, wie meine einstige Vorstellung über mein Leben nach dem Studium und meinem „Traumjob“ zunehmend zu einer Angstvorstellung wurden. Ich habe Angst bekommen, nicht mehr genug Zeit für meinem Blog zu haben und habe mich immer öfters dabei erwischt, dass ich in der Arbeit oder wenn ich an meiner Masterarbeit saß, nur an meinen Blog denken konnte.

Und irgendwann im Sommer habe mich mir dann einmal die Frage gestellt, wie sieht ein typischer Tag aus meinem „Traumleben“ aus. Und die Antwort war sonnenklar: Ich steh morgens auf und geht erstmal ins Training. (Funfact – ich liebe es früh morgens, gleich nach dem Aufstehen trainieren zu gehen. Das ist die einzige Zeit am Tag, wo ich einfach mal meinen Kopf ausschalten kann und nicht immer nachdenken muss.) Danach mache ich mir ein schönes Frühstück, lese vielleicht kurz die Zeitung und gehe dann entweder in meine Küche oder an meinen Homeoffice-Schreibtisch und arbeite an meinem Blog.

Als mir also bewusst war, wie mein Traumleben aussehen würde, habe ich mich zum ersten Mal überhaupt mit dem ganzen Thema Bloggen, Online-Business und Co beschäftigt. Da habe ich einerseits gemerkt, dass es sehr wohl möglich ist, in Vollzeit an seinem eigenen Foodblog zu arbeiten und davon leben zu können. Andererseits wurde mir aber auch bewusst, was ich das erste Jahr über eigentlich alles falsch gemacht habe.

Meine verrückten Zukunftspläne

Und damit komm ich zurück ins Hier und Jetzt. Seit dem Sommer habe ich nämlich angefangen, viel übers Bloggen, SEO, Google, Social Media und Co zu lernen und versuche all das jetzt schrittweise für JBR umzusetzen. Gleichzeitig habe ich eine (zu mindestens für mich) mutige Entscheidung getroffen. Ich werde mich jetzt, wo mein Studium fast zu Ende ist, nicht für Jobs bewerben, so wie man das eigentlich macht. Stattdessen bin ich nach mehr als dreieinhalb Jahren in meinen alten Job als Kellnerin in das beste Steakhouse Münchens zurückgekehrt. (PS für alle Münchner – Im T-Bone Steakhouse gibt es die besten Steaks überhaupt!) Damit decke ich erstmal all meine Lebenskosten, die Miete und Co. Und sobald ich meinen Master abgeschlossen habe, fange ich noch eine neue Weiterbildung zur Ernährungsberaterin an. Denn mein Traum und Ziel ist es, JBR immer größer und wertvoller für meine Leser zu machen und zusätzlich Blogartikeln rund um das Thema Ernährung schreiben als auch eine individuelle Ernährungsberatung anbieten.

Ich weiß, mein Vorhaben mag verrückt und naiv klingen. Aber ich muss es einfach versuchen und ich weiß, dass jetzt der richtige Zeitpunkt dafür ist. Manchmal muss man einfach ins kalte Wasser springen und irgendwie bis zur nächsten Boje schwimmen, auch wenn es für andere vielleicht verrückt erscheinen mag. Ich bin aber einfach davon überzeugt, dass man hin und wieder mal etwas wagen muss und Träume nicht durch das Abwarten auf DEN richtigen Zeitpunkt in Erfüllung gehen.

Du kannst mir glauben, mir fällt das nicht einfach und es ist definitiv ein bisschen naiv und ganz sicher ziemlich verrückt. Aber wer große Träume hat, muss auch mal mutig sein und das versuche ich hiermit.

Die Coffee Date Kolumne

Und um mir selbst einen Anreiz zum Durchhalten und Weiterkämpfen zu setzen, habe ich meine Pläne jetzt auch für die ganze Welt einsehbar auf meinem Blog gepostet. Aber ich nehme mir auch fest vor, dich regelmäßig alle ein oder zwei Monate ein wenig upzudaten. Einerseits gibt mir das einiges an Motivation voranzukommen und Fortschritt zu machen. Andererseits hoffe ich, dass du dadurch eine (hoffentlich) spannende Kolumne zu lesen bekommst, wie eine junge (verrückte) Frau ihren Träumen nachjagt. Und hoffentlich liest du eines Tages eine Coffee Date Post, wo ich dir erzähle, dass ich morgens im Training war, einen interessanten Artikel beim Frühstück gelesen habe und dann produktiv viele neue Rezepte für JBR kreiert habe.

Aber jetzt wünsche ich dir erstmal eine schöne Weihnachtszeit. Meiner Meinung nach sind die letzten Tage vor Weihnachten die schönsten der ganzen Vorweihnachtszeit. Ich liebe all die letzten Vorbereitungen vom Einkaufen bis hin zum Geschenke verpacken. Nächste Woche habe ich dann noch ein Rezept für dich bevor es auch bei mir für ein paar Tage in die Weihnachtspause geht. Ab dem 27.12. geht es hier dann aber gleich wieder weiter mit leckeren Rezepten, Ernährungstipps und noch viel viel mehr.

Merry Chirstmas!

8 Comments

  1. Mega schön 😊

  2. Gute Idee mit dem Cafe´Date. Drücke dir die Daumen auf viel positive Resonanz.

  3. Meine Liebe, das hast Du so schön geschrieben, ganz viel Spaß und Erfolg für Deine Zukunft😍

  4. Das klingt für mich nach einem super Plan, und wenn es das ist was dich glücklich macht, dann kann es auch gar nicht verkehrt sein! Ich wünsch dir alles Liebe und glaub an dich!

  5. ohhhhhh ganz ganz lieben Dank!!! <3

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