Lifestyle

Unser viertes Coffee Date (September 22)

Hey du, hast du mal wieder Lust auf ein Coffee Date mit mir? Ich weiß, seit unserem letzten, gemeinsamen virtuellen Kaffee ist fast ein halbes Jahr vergangen. Aber das war definitiv nicht so geplant war. Ganz im Gegenteil, ich habe mehrmals versucht, mich hinzusetzen und ein neues Update zu schreiben, aber irgendwie blieben die Seiten jedesmal leer. 

Es ist immer leicht über das Positive zu schreiben und weniger einfach, über die Herausforderungen und das Negative zu erzählen. Und während ich das erste viertel Jahr viel Zeit an meinem Lieblingsort Südkalifornien verbringen konnte und mein Traffic auf dem Blog (also wie viele Besucher in einem Monat auf meine Website kommen) konstant gestiegen ist, gingen die Coffee Dates auch viel einfacher von der Hand. 

Sonnenuntergang am Meer mit peitschenden Wellen.

Blog Update

Ab Mai hat mein Traffic aber ein kleines Plateau erreicht und ab Juni ging er dann sogar ein wenig zurück. Das kann einfach nur am Sommerloch liegen, was bei diesem tollen Sommer kein Wunder wäre. Aber natürlich kann auch ein Google Update oder ein SEO-Problem mit Schuld haben. In meinem Fall waren es, glaube ich, alle drei Faktoren. Alles im allen hatte das aber zur Folge, dass mein Traffic über den Sommer erst leicht zurück ging und dann stagniert ist. 

Naja, aber leider ist der Traffic so mit das Wichtigste am Bloggen. Und bis er nicht ein gewisses Level erreicht hat, kann ich mich bei keinem (guten) Werbenetzwerk anmelden, um den Blog zu monetarisieren. Das wiederum ist aber ein wichtiges Ziel meines ganzen Projekts. 

Du kannst dir also vorstellen, mit was für einer Anspannung ich mir jeden Monat diese Statistiken anschaue, immer mit der Angst kein Wachstum oder, noch schlimmer, einen Rückgang zu sehen. Als es also im Juni zu einem Rückgang kam, habe ich nicht lange überlegt und sofort in einen Online-Kurs investiert, den ich schon viel früher hätte machen sollen.

Denn damit Google meine Rezepte auch an möglichst viele Menschen ausspuckt, muss ich meine Blogbeiträge erstens für Google und seine Benutzer optimieren und zweitens, Rezepte machen, nach denen auch gesucht wird. Du merkst also schon, das Ganze ist sehr viel komplexer als sich einfach nur ein paar leckere Rezepte auszudenken. 😀 

Mit diesem Kurs habe ich dann auch noch bemerkt, dass ich bisher eigentlich alles falsch gemacht habe, was man nur falsch machen kann. Mein bisheriger Traffic war mehr oder weniger also einfach nur Zufall und ich stand quasi wieder am Anfang. 

Seitdem verbringe ich eine Menge Zeit mit aufwendigen Recherchen nach Rezepten, nach denen Google-Nutzer zwar suchen, die Konkurrenz aber so gering ist, dass ich als kleiner Blog noch Chancen habe, auf der ersten Seite zu erscheinen, sowie dem Verfassen von Blogbeiträgen, die hoffentlich keine Fragen mehr offenlassen. Das macht zwar Spaß, ist aber ziemlich anstrengend und echt nicht einfach.

Und obwohl ich all das jetzt mache, kann es sein, dass sich die Früchte dieser Arbeit erst in einem Jahr zeigen. So lange kann es nämlich dauern, bis ein Blogpost sein volles Google-Ranking Potenzial erreicht hat. Und lass mich dir eins sagen, ich bin der ungeduldigste Mensch in diesem Universum. Das ist mental eine ECHTE Herausforderung für mich. 

Wie läufts mit der Fotografie?

Neben all diesen Traffic-Sorgen und Gedanken, bin ich immer noch hin und her gerissen, wie und ob ich die Fotografie noch als zusätzliches, vom Blog getrenntes Standbein aufbauen soll. Mehrere, voneinander unabhängige Einkommensquellen sind natürlich super. Aber zwei gleichzeitig aufzubauen ist nicht gerade einfach. 

Im Frühjahr und zum Beginn des Sommers habe ich lange versucht, ein paar erste Kunden für meine Food-Fotografie zu bekommen. Aber naja, es ist gar nicht so leicht, die Kunden zu finden, die einerseits das Budget für professionelle Fotos haben, und gleichzeitig aber noch nicht mit einem Food Fotografen zusammenarbeiten. 

Und eines kann ich dir sagen, wenn es um die Fotografie geht, dann bin ich ein echtes Opfer des Impostor-Syndroms! Meine ganzen ersten dreiundzwanzig Lebensjahre war ich fest davon überzeugt, der unkreativste und künstlerisch unbegabteste Mensch auf der Welt zu sein, bis ich diese ganze Welt der Food Fotografie entdeckt habe. 

Aber dieses Gefühl, in der künstlerischen Welt nichts verloren zu haben, werde ich einfach nicht los. Daweil ist die Food Fotografie Kunst pur. Aber ständig schreit diese blöde Stimme in meinem Kopf, dass ich niemals gut und talentiert genug dafür sein werden und für wen ich mich eigentlich halte. Tja, das und die immer fehlende Zeit hält mich bei der ganzen Fotografie Sache definitiv zurück.

Keine Ahnung, wie es hier weitergeht. Ich spiele auch mit dem Gedanken, mich bei der Fotografie mehr in Richtung Portraits und Paar-Fotografie zu orientieren. Denn was ich merke, ist, dass ich viel lieber etwas direkt für einen Menschen mache als für ein Unternehmen, egal ob es ein Rezept oder Foto ist… Ach, ehrlich gesagt, bin ich hier einfach heillos überfordert. Mir fehlt die Zeit mich richtig auszuprobieren und ich falle nonstop meinem Impostor-Syndrom zum Opfer. Falls du also irgendwelche coolen Tipps für mich hast, dann nur her damit. 

Update zur Ernährungsberater-Ausbildung

Okay, zu guter Letzt will ich unser Date aber noch mit einer tollen, positiven Sache abschließen, damit ich dir hier nicht nur die Ohren volljammere. Ich habe im letzten Coffee Date schon erwähnt, dass ich eine Weiterbildung zu Ernährungsberaterin angefangen habe. Und obwohl mir neben dem Blog, der Fotografie und der Arbeit im Restaurant ständig die Zeit zum Lernen fehlt, bin ich so froh über die Entscheidung.

Obwohl ich dachte, eigentlich schon viel über Ernährung zu wissen, habe ich bisher schon so viel Neues gelernt. Und auch Dinge, die ich schon wusste, sehe ich jetzt teilweise in einem ganz anderen Licht und einem größeren, umfassenderen Kontext. Aber das Beste ist, dass all dieses neue Wissen mittlerweile in meine Rezepte einfließt. Das heißt, sie sind jetzt noch viel besser auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zugeschnitten! Allein dafür lohnt sich aus meiner Sicht schon die ganze Zeit und das viele Geld, das hier reinfließt. 

Okay, das war’s für heute. Ich hoffe, ich habe dich nicht zu viel mit meinen Traffic-Sorgen und meinen Problemchen vollgejammert. Aber ich möchte auch ganz offen und ehrlich mit dir sein und leider ist nicht immer alles so unglaublich toll und erfolgreich. 

Nichtsdestotrotz hoffe ich so sehr, mich bald mal wieder mit einem fröhlicheren Coffee Date bei dir zu melden. 

Aber bis dahin wünsche ich dir eine tolle Zeit!

XOXO
Jules

2 Comments

  1. Hi Jules, ich hab zwar gerade nur ein Glas Wasser vor mir, habe mir aber gerade Deinen Coffee-Date-Text durchgelesen. Danke für Deine offenen Worte. Das Netz im Ganzen ist ja gern mal der Marktplatz der Eitelkeiten, da tut Ehrlichkeit echt gut. Also ich finde Deine Food-Bilder richtig gut 👍 Lass Dich von Deiner inneren Stimme nicht runterziehen. Was die Ernährungsberatung geht, glaube ich, dass dies ein riesiger Markt ist. Mein Mann hat direkt zu Beginn von Corona die Diagnose Diabetes 1 erhalten, eine Sonderform der Autoimmun-Krankheit, die jeder bekommen kann. Und von heute auf morgen hieß es: gesunde Ernährung. Da bekommt man dann erst mal einen Eindruck, was man umstellen sollte. Was gut ist, was weniger … Also ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und schaue mich immer wieder nach Rezeptvorschlägen bei Dir um. Schönen Abend! Claudia

  2. Liebe Claudia, vielen Dank für deine lieben Worte. ☺️ Ich gebe mein bestes, dieser inneren Stimme nicht allzu viel Beachtung zu schenken, was mal besser und mal weniger gut funktioniert. Aber das ist ganz normal, glaube ich.
    Das mit der Diagnose deines Mannes tut mir leid. Diabetes Typ I ist wirklich eine völlig unverschuldete Krankheit, die, wie du schon sagst, jeden treffen kann. Falls ihr euch mal ein bestimmtes Rezept von mir wünscht, dann sagt einfach Bescheid! ☺️
    Liebe Grüße, Jules 😘

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